Es geht bergauf – lasst uns weiter steigen!

Tagein tagaus werden wir medial bombardiert – auf unseren Smartphones, Tablets, PCs, im Fernsehen, im Radio, in der Zeitung, auf dem Weg zur Arbeit, zu Hause. Überall um uns herum berichten Nachrichtenportale über die neuesten Ereignisse aus aller Welt. Noch nie waren wir so sehr vernetzt und so aktuell wie heutzutage. Dadurch wachsen wir gefühlt immer weiter zu einer Weltbevölkerung zusammen, denn jemand aus Stockholm, Schweden weiß augenblicklich, was gerade in Ho Chi Minh City, Vietnam passiert.

Dieses Dauerfeuer an Nachrichten birgt jedoch auch Risiken. Denn nicht alles, was wir dort hören, sehen und lesen verhält sich genauso in der Realität. Die Berichte über schreckliche Ereignisse und erschütternde Schicksale strömen kontinuierlich auf uns ein und es scheint als würden es immer mehr werden, im Verhältnis gesehen nehmen diese Ereignisse jedoch ab. Es ist die Anzahl der Berichte über diese Ereignisse, die zunehmen. Durch die Masse an Nachrichten, die Art uns Weise, wie sie uns übermittelt werden (alles wird als News Flash deklariert) und die Anzahl der Geräte, auf denen wir sie lesen entsteht die Vorstellung, dass die Welt und unsere Gesellschaft sich immer weiter verschlechtert.

Das ist jedoch ein Trugschluss, denn es passiert immer weniger Schlechtes und dieses Schlechte hat immer geringere Auswirkungen. So nimmt beispielsweise die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen kontinuierlich ab, es gibt immer weniger Tote durch Gewalt, die weltweite Bildung steigt, Armut nimmt ab und über Zeit gesehen bekommen wir bessere politische Führer, wie beispielsweise dieser oder dieser Bericht deutlich machen.

Geblendet durch die Medien um uns herum, sehen wir nicht, welche Früchte unsere harte Arbeit trägt. In vielerlei Hinsicht ist die Gesellschaft, in der wir heute leben, die fairste, reichste und meist entwickelste, die es bisher gegeben hat. Wieso benötigen wir dann noch ChangeMaker und Sozialunternehmen?

Die Notwendigkeit von Sozialunternehmen (und weiteren sozialen Innovationen) ist an zwei Dingen abzulesen: Zum einen benötigen wir viel Energie, um das heutige hohe Niveau an Entwicklung beizubehalten. All die Scharen an Ärzten, Buchhaltern, Taxifahrern, Versicherungsvertretern, Elektroinstallateuren und Einzelhandelsverkäufern haben zur Aufgabe die Maschinerie unserer Gesellschaft (zumindest) am laufen zu halten. Dafür sind nicht nur diese Personen mit ihren Berufen nötig, sondern auch viele Ressourcen und Energie (z. B. in Form von Erdöl). Wie wir den heutigen Stand der westlichen Entwicklung bei steigender Weltbevölkerung und sinkender Ressourcenbasis beibehalten können ist eine der größten Fragen der Zukunft. Dafür benötigen wir Neuerungen, die ChangeMaker bereits heute entwickeln.

Zum anderen gibt es noch sehr viel zu tun, damit die Gesellschaft in der wir leben, wahrhaftig fair ist. Wenn sie auch in Teilen einer der fairsten der Geschichte sein mag, ist sie weit von perfekt – und das gilt sowohl für weniger entwickelte Länder als auch für reiche Entwicklungsländer, wie Micha von Cool Ideas Society in diesem Artikel beleuchtet. Wir brauchen ChangeMaker, die die heutigen Zusammenhänge verstehen und lernen, an den entscheidenden Stellschrauben zu drehen, um die Zukunft für viele Menschen besser aussehen zu lassen.

Beim ChangeMakerSpace wollen wir Dich einladen, Dich als Sozialunternehmer auszuprobieren. Wir sind überzeugt, dass wir die Zukunft schöner gestalten können und dass Du eine entscheidende Rolle dabei spielen wirst.

 

Während unserer Recherche für diesen Artikel sind wir auf ein wunderbares sozialunternehmerisches Projekt gestoßen, welches Nachrichten anders denkt: Perspective Daily. Check it out!